Sumatra ACEH Tenga 2015

Meine Kollegen haben mir die Reise nach ACEH in Nordsumatra zugesagt und ich war sehr Glücklich. Es ist die erste Reise für mich in den Ursprung und Sumatras waren wegen ihrer Kraft und der wenigen Säure meine Lieblingskaffees als Ich vor 6 Jahren mit der Baristaarbeit begann. Back to the roots.

Als Barista bekommt man ein fertiges Produkt in die Hand auf das man zwar relativ viel Einfluss nehmen kann aber man produziert keine Qualität sondern kann nur das beste aus dem Produkt holen, das man in die Mühle schmeisst.

Wenn man röstet nimmt man Einfluss auf was in die Mühle kommt, lernt den Kaffee kennen und versucht die Eigenschaften, die der Rohkaffee mitbringt bestmöglich zur Geltung zu bringen, leckeres zu betonen und den Charakter zu erhalten.

Als Röster arbeiten wir mit dem Endprodukt, in dem die eigentliche Qualität und auch der Grossteil der Arbeit und des Aufwandes steckt und unser wichtigster Job ist es nicht zu versauen.

Vom Baum zum Container durchläuft der Kaffee viele Stationen, in denen die Qualität besser oder schlechter werden kann und Ziel der Reise ist, gemeinsam mit den Produzenten über Verarbeitungsmethoden zu lernen und festzustellen, wie sich zum Beispiel langsam getrocknete Kaffees und schnell getrocknete Kaffees in der Tasse unterscheiden. Hochspannend.

 

Ich bin bereits seit einer Woche in Nordsumatra mit Jeksin und seinem Sohn unterwegs. Wir trinken immer lokalen Robusta. Der ist sehr lang geröstet damit er kaum noch Säure übrig hat. Schmeckt kräftig und macht normal.

Jeksin ist unser Übersetzer und Guide für den Workshop und begleitet die Reise seit den letzten 4 Jahren. Die Woche mit ihm war Genial er hat mich unter die Fittiche genommen und mir die Gegend gezeigt. Er hat auch viel Erfahrung mit der Arbeit im Ökotourismus und Umweltschutz und führt seit den 80ern Raftingtouren im Dschungel durch, die sich über Viele Tage ziehen. Ausserdem kennt er so ziemlich jeden wo wir unterwegs sind und engagiert sich auch für die Erhaltung und Vermittlung lokaler Kultur und Tradition.

Wir waren in Tangkahan mit Elefanten interagieren, Raften, schwimmen, Felsenspringen, im Dschungel von Bukit Lawang Orang Utans finden, Musik machen, Palmwein trinken, Karo Lieder singen und Fussball spielen ( Team Jungs mit T Shirt gegen Team Jungs ohne T Shirt ) natürlich Barfuss bei 32°c und 90% Luftfeuchtigkeit. Das Essen ist fantastisch. 3 Mal am Tag Reis und scharfes Gemüse. Dazu manchmal frittierter Fisch und immer Sambal mit Chilis frisch vom Baum. Ich esse wirklich gerne scharf und hab trotzdem alle 2 Tage beim Essen Tränen gelassen. So lecker und echt scharf. Wundervoll.

 

I´m in love with the Suma.