Standards von Quijote Kaffees direktem Handel

Quijote Kaffee bezieht sämtliche Rohkaffees aus direktem Handel. Ähnlich wie auch im klassischen "fairen" Handel üblich, kommen alle unsere Kaffees von politisch unabhängigen, demokratischen Zusammenschlüssen kleiner und mittelgroßer Produzenten.

Die wesentlichen Unterschiede von unserer Spielart des direkten Handels zum "fairen" Handel sind:


- ein höherer Garantiepreis von mindestens 2,83 US$ pro Pfund Rohkaffee (gegenüber 1,40 US$ im "fairen Handel"), der auch in Zukunft nicht sinken wird, sondern um einen Inflationsausgleich steigen wird
- ein sehr hohes Augenmerk auf Qualität
- wir sind persönlich 1-2 Mal jährlich bei jeder Kooperative vor Ort und bauen eine persönliche Beziehung auf, während des gesamtes Jahres bleiben wir per Telefon und Email in Kontakt
- wir finanzieren gerne die Ernte mit  60-100 % vor, damit die Kosten vor Ort bezahlt werden können. Für diese Kredite verlangen wir keine Zinsen.

- wir machen detaillierte Verträge mit den Kooperativen schon vor Beginn der Ernte, in denen wir Kriterien für Qualität, Anbau und Verarbeitung festlegen. Dies bietet beiden Seiten Planungssicherheit und finanzielle Sicherheit.

- wir experimentieren gemeinsam mit den Farmern beim Anbau, der Ernte und der Verarbeitung. Wir tragen dabei das finanzielle Risiko, auch wenn einmal nicht alles perfekt laufen sollte

- wir nutzen weder Importeure, Großhändler oder Makler, wir erledigen jeden Schritt des Importes gemeinsam mit den Kooperativen als Quijote Kollektiv

- wir arbeiten völlig Transparent. Alle relevanten Daten bezüglich der Preise für unsere Rohkaffees werden von uns veröffentlicht



Ebenso wie im "fairen" Handel halten wir es mit anderen wichtigen Kriterien:


- Förderung des ökologischen Anbaus (fast alle unsere Partner sind bio-zertifiziert, alle produzieren ökologisch nachhaltig, wir unterstützen die Zertifizierung für alle Partner ohne Zertifikat)
- Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit
- wir streben langfristige Partnersachaften an

Im Gegensatz zum mittlerweile in der Spezialitätenkaffeebranche gängigen Verständnis des direkten Handels halten wir am Handel mit Produzentengemeinschaften fest. Wir importieren für unser Sortiment weder von Einzelfarmern noch von großen Farmen. Uns ist nämlich neben der sehr hohen Qualtität des Kaffees eine breite Verteilung sowohl des Wissens als auch des Wohlstandes wichtig. Dies wird unserer Meinung nach durch den Handel mit Produzentengemeinschaften verstärkt gefördert. Außerdem entsprechen Kooperationsmodelle wie Kollektive oder Kooperativen auch unserer Vorliebe für möglichst demokratische Strukturen.

 

Eine deutliche Unterscheidung zwischen uns und anderen Spezialitätenröstereien sehen wir auch darin, dass wir auch in schwierigen Zeiten (Missernten, schlechtes Wetter, Qualitäten unter der Erwartung) an unseren Partnern festhalten und gemeinsam versuchen die Probleme zu meistern.

Die Problematik der Microlots

Wir verstehen die Probleme, die durch die Entnahme von Microlots aus den großen Pools der Produzentengemeinschaften entnommen werden sehr gut. Durch das Fehlen der eventuell besten Kaffees kann die Qualität der für den klassischen "fairen" Handel typischen großen Kooperativen-Blends abnehmen. Ebenso kann es zu einer Entsolidarisierung der "besten" Produzenten (sei es durch geografische Lage, mehr Erfahrung, besonderen Fleiß oder andere Dinge) mit der Kooperativenstruktur kommen wenn durch einen direkten Vertrieb ein höherer Preis erzielt werden kann als über die Kooperative.

Wir begegnen dieser Problematik in unserer Praxis durch ein für uns elementares Prinzip:

Die Microlots müssen über die Gemeinschaftsstruktur vermarktet werden. Dadurch kann der Mehrwert zwischen den einzelnen Produzenten und der Gemeinschaft aufgeteilt werden und verbleibt nicht ausschließlich bei der "Elite". Alle haben etwas davon und werden durch diese für alle sichtbare Praxis selber zu höheren Qualitäten inspiriert. Dies wiederum kommt der Kooperative und somit allen Beteiligten zugute.
Bei allen unseren Besuchen weisen wir die Produzenten darauf hin, dass das wichtigste Kriterium für zukünftige Vermarktung die Qualität sein wird. Diese ist im Gegensatz zu konjunkturell immer wieder zu- und abnehmenden Boni für ökologischen Anbau oder Vermarktung über Fairtrade-Händler auch in Zukunft ein Garant für hohe Preise.

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Unsere Öffnungszeiten

sind Montag und Donnerstag

von 11:00 - 13:30 und 14:30 - 17:00 Uhr.
An diesen Tagen sind wir sicher in der Rösterei, die anderen Tage benötigen wir Ruhe für andere Dinge.

FAQ

Hast du Fragen? Vielleicht findest du die Antwort hier!

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