Tag 4 26.01.2016

"Mama Linda" - Genaros Frau bei der Zubereitung frischer Tortillas
"Mama Linda" - Genaros Frau bei der Zubereitung frischer Tortillas

 

Der Dienstag morgen ging wieder mit einem reichlichen Frühstück los, Gerrit und die anderen gönnten sich noch ein kleines zweites in Form von Eis vom Markt kleinen Markt in Corral Grande. Dieser findet jeden Dienstag stand, die 13 Stände bieten alles was man dringend benötigt im Alltag und sind eine gute Ergänzung zu den kleinen Kiosken.

 

 

Medikamente und Kleidung gibt es allerdings erst wieder San Pedro / San Marcos. Marcos Valdez einer der Socios war auch gerade auf dem Markt, er hat dieses Jahr recht wenig Ernte zu erwarten, die Roya hatte letztes Jahr schon böse bei ihm zugeschlagen. Deshalb verdiente er sich jetzt als Schuhputzer ein paar Quetzales dazu.

 

Marcos ist ca. 1,45 m gross und hat eine Deformation der Hüfte und ein sehr angeschlagenes Bein (Infektion), herzlich und fröhlich wie immer begrüßte er uns. Alleine das Zusehen wie er sich hinkniet tut mir schon weh, vom Aufstehen ganz zu schweigen. Da es jedoch kein Gesundheitssystem wie in Deutschland gibt, bleibt keine andere Wahl. Einige der Marktbesucher ließen sich glücklicherweise auch die Schuhe von ihm putzen. Genaro ist mit ihm verwandt und unterstützt ihn auch einwenig.

 

Heute steht das Treffen mit den Socios an, geplant ist, die Kalkulation des Exporteurs und den Vertrag detailliert durchzusprechen. Marcos konnte leider nicht mitkommen, sondern blieb auf dem Markt. Für mich gibt es immer wieder Momente, wo ich mir überlege, inwieweit mische ich mich hier ein. Ich hätte ihm auch einfach Geld geben können und ihn bitten können uns zu begleiten, aber bis auf einige Essenseinladungen und einige Tankrechnungen von Autofahrten mit uns, dürfen wir uns nicht beteiligen – wir sind schließlich Gäste. Genaros Frau hat uns übrigens sehr detailliert erzählt was wieviel kostet – in Kürze gibt es die Auflistung.

 

 

Jetzt aber wieder zürück zu unserem Treffen:

 

Letztes Jahr sind wir die Kalkulation seitens der Farmer durchgegangen, allerdings nur in der Theorie, da nur wenige der Farmer sich wirklich genau notieren was sie ausgeben und was sie brauchen, damit sich der Verkauf von einem Quintal Kaffee wirklich rechnet.

 

Dieses Mal fand das Treffen bei Ovidio statt, dadurch waren wir erst einmal wieder über 1,5 Stunden im Auto.

 

Ovidio ist neben Genaro derjenige, der eine der zwei neuen Entpulper-Anlagen hat. In Zukunft sollen hier sowohl Rufinos, als auch Marcos Juarez Kaffees hier verarbeitet werden. Ihre Flächen / Häuser liegen recht nah beieinander bzw. schließen sich direkt an. Alle drei sind übrigens Verwandte von Agapito (angeheiratet bzw. direkt).

 

 

Wie zu erwarten war, wurde die Diskussion recht intensiv – mithilfe von einer detaillierten Kalkulation auf der Rückseite von Geschenkpapier zeigten die Zahlen klar, was los ist.

 

Wie gestern auch schon, wiederholten wir noch einmal warum der Exporteur vom letzten Jahr nicht in Frage kommt, dieser Export hatte uns nämlich konventionell importierten Kaffee beschert, da der Exporteur nicht biozertifiziert war, aber vorab fleißig Verträge mit uns und der Kooperative über organic Kaffee abgeschlossen hatte.

 

Glücklicherweise konnten wir uns mit allen einigen, dass die schon gestern vermerkten Punkte am Freitag bei CAMEC direkt ansprechen und das wir nächstes Jahr den Absichtsvertrag im November unterschreiben und auch den mit dem Exporteur. Alle anwesenden Socios verprachen darauf zu achten, dass der anversierte Zeitplan eingehalten wird.

 

Alle Socios haben zwar Handys doch diese werden nur zum telefonieren genutzt und Internet gibt es erst wieder in San Pedro, dadurch sind Vertragsanschlüsse bzw. die damit notwendigen Zusammenkünfte der Socios recht hakelig.

 

Wie am Tag zuvor zeigten uns die Socios ihre Farmen und berichteten von aktuellen Fortschritten, aber auch Problemen. Bei Rufino sind beispielsweise 3 Kühe an einer Krankheit gestorben, damit fällt die eigene Produktion von Käse erst einmal aus. Das Wetter hat sich auch nicht so verhalten wir erwartet, in den Monaten in denen es eigentlich viel regnet, gab es nur wenig und insgesamt war das ganze Produktionsjahr zu trocken. Dadurch wird die Sache mit dem Düngen auch immer komlizierter.

 

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