Tag 3 - Ausflug in die Berge

Heute morgen sind wir zusammen mit Deuder, Teodomiro und Alexander (Cupper der Cenfro) Richtung San Pedro gefahren, um dort einige Produzenten in den Fincas zu besuchen. Auf dem Weg haben wir uns mit einem mächtigen Frühstück gestärkt. Es gab also Reis, Yuca und eine richtig geile mit Papikra, Knoblauch und Zwiebel gefüllte Tortilla (Quiche). Zu Trinken gab es frisch gezapften Papayasaft, alles sehr lecker!

Die Fahrt auf asphaltierten Straßen durch die Berge ging weiter, wir sammelten Modesto ein, Präsident der 12 Asociaciones bases, bestehend aus insg. 380 Socios in der Region Tabaconas.

Das passierte auf etwa 950 m ü.d.M im Dorf Churuyacu. Dann wurde uns gesagt, wir sollen uns festhalten, denn ab jetzt wird es keine Straßen mehr geben. Stattdessen nur noch einen sehr steilen und gleichzeitig zerstörten, steinigen Weg. Wie kann man denn innerhalb wenigen Kilometern von knapp 1000 auf 1800m Höhe kommen?? Ja, man kann sich vorstellen wie steil das Ganze war. Riesen Lob für Deuder, der es immer wieder schafft, Menschen auf richtig gefährlichen Wegen hin und her zu transportieren, ohne dass irgendwas passiert. Enorme Leistung.

Oben angekommen wurden wir von ca. 20 Produzenten der Assoziation „El buen Pastor San Pedro“ herzlich empfangen. Wir habem über Qualitätsverbesserung gesprochen haben, von Deutschland erzählt und natürlich noch ein paar Fotos gemacht:
Sie haben uns ihre selbstgebauten Trocknungsmodule gezeigt, die für insgesamt bessere und gleichmäßigere Trocknung sorgen.

Dann sind wir alle zusammen zu einem der Mitglieder der Familie Bermeo weitergefahren. Diesen Nachnamen tragen hier in der Region ungefähr 80 Personen, Grund dafür ist es, dass Don Téofilo etwa 18 Kinder in die Welt gesetzt hat, die heute als Kaffeebauer große Ansehung genießen. Das bedeutet, dass einen großen Teil der Region ihnen gehört und entsprechen bewirtschaftet wird. Einer seiner Söhne, namens Beder, hat internationale Administration und Wirtschaft studiert, darüber hinaus ist er gelernter Cupper. Sein Wissen versucht er durch Experimente und sorgfältige Protokollierung der Trocknung und Tassenergebnis einzubringen. Die neue Generation bringt bestimmt spannende Ergebnisse in den nächsten Jahren. Teófilo Bermeos Finca hat seit diesem Jahr auch ein neues 1000 m² großes Trocknungsmodul gebaut, das bis zu 100 Quintales Pergamin Kaffee trocknen kann.

Wir hatten dann ein Gespräch, in dem wir uns über Röstmethoden, Kaffeevermarktung in Europa und möglichen Anbau von Robusta in Peru ausgetauscht haben. Auf einmal hieß es Mittagessen, dabei eine tolle Überraschung: Der Sohn von Teofilo kam mit frisch gebrühtem Kaffee. Auf dem ersten Blick gar nicht so spektakulär. Das Getränk sah aus wie in der FrenchPress gemacht, ihr wisst schon, Feins am Rande der Tasse abgesetzt, usw. Dann der erste positive Eindruck: geile süße, schön ausbalanciert, cremig,vollmundig, Noten von Panela , Butterkekse und Schokolade. Eigentlich so, wie wir es bei Quijote gewohnt sind.

Das Spannende war aber, dass der Kaffee von Beder in einem Lehmtopf geröstet wurde. Null verbrannt, bitter oder gebacken. Also wie in einem modernen Trommelröster geröstet.

Das war wirklich ein Hightlight.

Im Anschluss kam das Essen - „Criolla“ wie man das von Bauern kennt: Reis, Hähnchen, hier musste ich als „Flexi-(Vege)tarier“ eine Ausnahme machen, gekochte Yuca und zum rüber Gießen ein geilen Aliño aus Zwiebel, roten Pepperonis und Koriander in Limettensaft und Essig eingelegt. Einfach köstlich!

Auf dem Rückweg nach Jaen sind wir kurz in der für das nächste Jahr geplanten neuen Verarbeitungsanlage der Cenfro vorbeigefahren.

Ziel ist es ab März 2018 den Kaffee dort zuverarbeiten (z.b. die Reste der Ernte 2017). Offiziell wird im Oktober 2018 neu eröffnet. Der große Vorteil ist, dass der Kaffee nicht mehr zu der Kooperative Norandino in Piura transportiert werden muss, das bedeutet jedes Mal etwa 7 Stunden LKW-Fahrt. Dadurch entfallen dann auch Kosten für externe Dienstleistung.

Diese Anlage wird in der Lage sein, ca. 30% mehr zu verarbeiten als Norandino momentan für cenfro verarbeiten kann. Wir reden hier von einem Volumen von 1000 bis 1200 Container pro Campaña (Ernte). Wie abgefahren ist das denn?! Das muss man erst mal sacken lassen, hmm..

 

Das ist neben dem auch relativ neuen Projekt von den aus Mittelamerika frisch eingeführten 4 neuen Varietäten: Marsillesa, Parainema, Costa Rica 95 und Lempira auch eine Rieseninvestition von Cenfrocafe.

Gut, um ein wenig die Spannung zu halten und weil wir auch ein bisschen schlafen wollen / sollen, werden wir von den 4 neuen Varietäten morgen weiter erzählen.

Tschüss

 

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