Besuch bei Waylla Kuri de Rukullakta

Wieder wurde ich früh wach, ich musste mir ja schließlich auch Saft machen (Papaya Pitahaya) und runter ins Dorf gehen um mir Käsetortilla zu holen. Dazu wieder Milchreis und "Kaffee".

 

Um 8.30 Uhr holten mich Guido und Juan von Maquita ab und wir fuhren zur Kooperative Waylla Kuri de Rukullakta (Grünes Gold der alten Menschen) in die indigen selbstverwaltete Zone des Pueblo Kichwa de Rukullakta. Wir wurden heute nur von Augusta Salazar (Häuptling), Edgar Grefa (Präsident der Kaffeekooperative) und dem ältesten Farmer Juan Narvaez empfangen, da es in der kommenden Woche schon eine Vollversammlung geben wird, auf der alle 241 Mitglieder anwesend sein sollen.

 

Wir schauten uns die Verarbeitungsanlage an, sahen, dass dort ein neuer Entpulper angeschafft werden muss um eine noch bessere Qualität herzustellen, sahen nach den riesigen neuen Trockenzelten und besprachen die Erntemengen für 2017, die Preise, die Vorfinanzierung und die Kooperation mit dem Verarbeiter FAPECAFES. Hier galt es Reibungsverluste in der Kommunikation zwischen uns, Waylla Kuri und FAPECAFES zu reduzieren.

 

Sehr spannend ist, dass 30 Mitglieder dieses Jahr das erste Mal Arabica produzieren. Sie haben ein paar tausend Pflanzen Caturra und etwas Catuai. Wir besuchten die Finca von Juan, dem Ältesten. Er hat 2 1/2 Jahre alte Caturras, die nun produzieren. Sie sehen satt und gesund aus, ich hatte hier Roya erwartet auf gerade mal 700 Metern, da es ansonsten in Ecuador in dieser Höhe bei Caturra Roya ohne Ende gibt. Hier nicht.

Der Grund ist, dass die Pflanzen sehr weit voneinander entfernt stehen und Juan auch noch zig andere verschiedene Nutzpflanzen in demselben Chakra anbaut. Der Pilz kann sich so nicht verbreiten, er braucht ja genug Kaffee dafür.

Die Kollegen werden uns jedenfalls Natural und Honey Muster machen, das könnte in dieser Höhe tatsächlich Sinn ergeben, so gut wie die Pflanzen aussahen.

 

Im benachbarten Städtchen Archidona gab es dann gemeinsames Mittagessen. Für mich waren es im Bananenblatt und mit Brühe gegarte Hühnerinnereien (mit Füssen und Hals) mit Yuca und Palmherz. Die Brühe zumindest war mit etwas Aji Würzsauce richtig gut. Dazu das berühmte Getränk Guayusa als Eistee. Guayusa wird hier bei den Kichwa als Morgengetränk zubereitet.

Zwischen 3.00 und 3.30 Uhr wird es als Tee aufs Feuer gestellt, die Blätter 10 Minuten mitgekocht und heiß getrunken.

Es ist stark koffeinhaltig, hilft traditionell dabei seine Träume zu analysieren und sich auf den Tag zu konzentrieren. 

 

Wir besprachen die Idee, den Anbau, der hier traditionell nur in Chakras stattfindet, durch die Kooperative selber zu "zertifizieren" und somit den wahrhaft ehrlichen Bioanbau für die Kunden nachvollziehbar zu machen.

Alle Farmer sind sowieso biozertifiziert und führen dazu auch Farmbücher, aktuell aber nur in Bezug auf Guayusa.

Auch besprachen wir, in den kommenden Jahren vielleicht damit zu beginnen, die verschiendenen Varietäten testweise separat zu verarbeiten um Muster zu nehmen und sie zu analysieren.

 

Danach ging es schon wieder zurück ins Hotel. Es regnete den typischen Amazonasregen. Sehr stark, und ich habe immer noch keine wirklichen Klamotten zum Wechseln. Ich also richtig eingeschlammt und heute Abend geht es zum Fine Dining mit Ministeriumsleuten 😁 und der GIZ.

 

Erstmal aber auf den Markt, neue Papayas, Maracujas, Granadinas und Pitahayas holen und dann zu Saft machen. Lecker. 

 

Dann ging es zum Treffen mit Mitarbeitern der GIZ und anderen Entwicklungshilfeorganisationen sowie Leuten vom Landwirtschaftsministerium. Ich aß ein recht gutes Steak und wir machten uns miteinander bekannt.

 

Morgen geht es dann zusammen um 6 Uhr los Richtung Coca, eine neue Kooperativen kennenlernen. Ich freue mich.

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